• Faschnatzunft Bezau
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Gründung der Faschnatzunft Bezau

Obwohl als „offizielles“ Gründungsjahr der FASCHNATZUNFT BEZAU das Jahr 1968 angegeben ist, spielte der Fasching in Bezau schon immer eine große Rolle – wie einige Einträge im „Heimatbuch Bezau“ vermuten lassen:

18.02.1917: Der Kirchenchor veranstaltet im Gasthof Gams eine Faschingsunterhaltung, deren Ertrag den Witwen und Waisen gefallener Soldaten zukommt.

12.02.1918: Faschingsunterhaltung im Gasthof Post und Gasthof Adler (Ellenbogen).

14.02.1934: Trotz der schlechten Zeiten sind die Faschingsunterhaltungen gut besucht.

1968 kam es dann zur offiziellen Gründung und lt. den Erinnerungen von Frisör Norbert Meusburger spielte sich das Ganze folgendermaßen ab:
Am 12. Februar 1968 saß Schwarzmann’s Annele (Gattin von Tierzarzt Heinrich) beim Frisör und blätterte in den VN. Plötzlich zeigte sie Norbert einen Artikel über irgendeinen Umzug und meinte, dass das doch auch etwas für Bezau wäre. Und da sich der Frisör nicht abgeneigt zeigte lautete die nächste Frage von Anna ob er mitmachen würde. Seine Antwort: „Da kann man nicht nein sagen“. Eigentlich dachte er nicht weiter darüber nach, aber bereits zwei Stunden später läutete das Telefon und es wurde eine Sitzung für den gleichen Abend im damaligen „Cafe Natter“ (am Platz, hinter Elektro Meusburger) angeordnet.
Mit dabei neben Anna Schwarzmann (Greben 439), Frisör Norbert Meusburger (Platz 364) auch noch Agnes Kaufmann (Greben 434), Roswitha Feuerstein (Greben 396) und Fini Meusburger (Unterdorf 4).  Und das war die Geburtsstunde der Faschnatzunft Bezau.  Direkt damit einher ging auch die Gründung einer Kindergarde. Norbert Meusburger übernahm den Posten des „Präsidenten“ den dann ab 1977 Gedeon „Sandy“ Sandmayr bis zu seinem Tod am 3.12.2007 (also 30 Jahre lang) bekleidete.
Natürlich musste viel improvisiert werden – denn bis zum geplanten Umzug waren es nur 13 Tage!! Die weißen Stiefelchen der Gardemädchen wurden mit rotem Isolierband verziert, Gardehäs von verschiedenen Frauen genäht, Zückerle von den Bezauer Geschäften erbettelt. Als der Tag des Umzugs nahte wurden die Verantwortlichen immer nervöser da sie den Eindruck hatten, dass „eh niemand mittun“ würde.  Vorsichtshalber wurde Frächter Konrad Broger auch engagiert damit – wenn niemand komme – die Garde und die Veranstalter auf die Brücke hinauf sitzen und dann Richtung Au fahren könnten.
Aber es kam ganz anders: Nicht weniger als 35 „Grüpple“ (von zwei bis mehreren Personen) machten mit, die „Strubobuobo“ spielten kostenlos vor dem Gemeindeamt auf, Bürgermeister Erich Schäffler bzw. die Gemeinde spendierten einen Schübling und Brot und die Bürgermusik Bezau ging – wie seit damals schon traditionell – dem Umzug voraus.

 

 

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